Auslandssemester: Let’s go Sweden. Mit Hund nach Växjö, Schweden.

Der Umzug nach Schweden

Seit sieben Tagen bin ich nun in Växjö, Schweden für ein Auslandssemester mit Hund. Mir gefällt es wirklich gut und so langsam oder sicher kommen Malu und ich auch an. Die vielen neuen Eindrücke, Geräusche und Gerüche müssen erst einmal verarbeitet werden. Mir fällt es leicht zu verstehen, dass das hier nun unser neues Zuhause ist. Für Malu ist es schwieriger. Dennoch macht sie das unglaublich toll. Sie wirkt ausgeglichen und entspannt, schläft viel. Trotzdem merkt man, dass sie schneller entkräftet ist als sonst. Das finde ich völlig in Ordnung und so nehme ich Rücksicht auf sie. 

Die Reise von Kassel nach Växjö, Schweden

Gestartet bin ich gemeinsam mit meinem Papa und Malu am Mittwoch den 30.09. Ganz entspannt bin ich in den Tag gestartet, habe die letzten Sachen zusammengepackt und mich verabschiedet. Bei Papa gab es noch ein leckeres Lachs Sandwich, um die Geschmacksknospen schon einmal auf ein halbes Jahr mir ganz viel Fisch vorzubereiten. Schließlich bin ich ja in Schweden an der Quelle. 

Zwischennstopp & Fährfahrt

Zuerst haben wir geplant in Lübeck zu halten und dort zu übernachten, haben uns aber spontan für eine Nacht auf Fehmarn entschieden. Nach dem Frühstück haben wir die Fähre von Puttgarden nach Rødby genommen. Da ich mir nicht wirklich sicher war an welchem Tag wir denn nun fahren, geschweige denn die Uhrzeit hatte, habe ich das Fährticket nicht vorher online gekauft und musste somit am Schalter etwas mehr zahlen. Ein Pluspunkt, man konnte ein Kombiticket für Fähre und Oresundbrücke kaufen und somit wiederrum etwas sparen.

Die Fährfahrt ging nur 45 Minuten und war sehr entspannt. Malu liebt den Wind um ihre Nasen, mein Papa das alte Nordlicht, hat’s wie Malu gemacht, die Nase in den Wind und die Augen zu. Von Rødby ging es über Kopenhagen und die Oresundbrücek nach Malmö. Kurz nach Malmö haben wir eine Pause gemacht. Etwas gegessen und ich bin eine Runde mit Malu gegangen. Dort kamen bei mir auf einmal riesige Zweifel auf. Willst du das wirklich machen? Was wenn du niemanden kennenlernst? Was wenn du zuhause vermisst? Am liebsten wäre ich wieder ins Auto gestiegen hätte „Tschüss Schweden, war nett hier“ gerufen. Aber nach einem Kaffee und einem knutscher von Malu ging es weiter. Gegen 16 Uhr kamen wir endlich in Växjö an. Die Schlüssel zu meiner Wohnung habe ich an einer Tankstelle abgeholt.

Jetzt wohne ich also in Schweden und starte hier mein Auslandssemester.

Die Wohnung in Schweden

Ja die Wohnung, das ist so eine Sache. Die Wohnung ist direkt auf dem Campus in einem Wohnheim. Im ersten Moment dachte ich mir „Himmel, so viel Orange überall!“. Das Bad ist das absolute Highlight. Aber ich muss fairerweise sagen, es ist alles wirklich top gepflegt, sauber und einwandfrei. Natürlich ein wenig in die Jahre gekommen, aber besser als so manches Wohnheim in Deutschland. Die Wohnung hat eine Küche sowie drei Schränke. Wobei einer als Haushaltsschrank vorgesehen ist. Der Boden ist sowohl im Zimmer als auch im Bad aus Linoleum und ich glaube die Wände in der Dusche auch. Das hat vor allem den Vorteil, dass es unglaublich leicht zu reinigen ist und sich vor allem kein Schimmel in den Fugen bilden kann, denn es gibt keine Fugen.

Wir sind gleich am nächsten Tag zu IKEA gefahren, das erste IKEA gab es übrigens hier in der Gegend! und haben die Wohnung zu einem Wohlfühlort gemacht. Ich fühle mich nun wirklich sehr wohl. Für Malu habe ich eine nicht gerade schöne, aber praktische Gitterbox mitgenommen. Sie liebt es in der Box zu liegen und deshalb war mir wichtig, dass sie auch hier in Schweden ihren sicheren Ort in der Wohnung hat. Das praktische an der Wohnung ist, dass sie noch einen kleinen Abstellbereich auf dem Dachboden hat. So konnte ich Dach Box, Kisten und auch Malu’s mitgebrachtes Futter gut verstauen ohne, dass es den Platz in der Wohnung wegnimmt. Mittlerweile kann ich <gutsagen, dass ich mich sehr wohl hier fühle. Ich habe versucht mir so viel Skandinavien auf diese 22m2 zu holen wie es nur geht.

Die Universität & das Leben auf dem Campus

Der Start vom Semester in Schweden war schon vor einigen Wochen. Vorab nur online. Leider und ich meine wirklich leider, findet die Uni nach wie vor nur online statt. Mich macht das ein wenig traurig, denn es erschwert das Kennenlernen von neuen Menschen ungemein. Dennoch bin ich, was das angeht kreativ geworden und habe mich gemäß des Technischem Zeitalters, über Facebook und Instagram auf die Suche gemacht. Ja Mama, ich weiß, dass du uns immer davor gewarnt hast sich mit Menschen aus dem Internet zu treffen. Aber schließlich habe ich meinen gemein gefährlichen Australian Shepherd dabei, da passiert schon nichts. 

Der Campus ist riesig und so modern! Da kann sich die UniKasselVersität einiges abgucken. Natürlich habe ich mich schon mehrfach verlaufen, aber so lernt man auch wirklich jeden Winkel kennen. Das ist absolut wichtig. Es gibt zwar zwei bis drei Cafés und auch zwei Restaurants auf dem Campus, aber da ich bis jetzt immer mit Malu unterwegs war und Hunde in keinem der Gebäude, in Schweden generell auch nicht in Cafés, erlaub werden, muss das Testen der Cafés noch ein wenig warten. Auf dem Campus selbst gibt es nur einen kleinen wirklich überteuerten Supermarkt, aber zu Fuß ist man in 15 Minuten bei einem großen Supermarkt mit, naja für Schweden angemessene Preisen. 

Auf dem Campus sind natürlich viele junge Menschen unterwegs. Die auch Tag und Nacht feiern. Studenten halt. Auf der einen Seite bin ich froh, denn so ist immer etwas los und man kommt sich nicht allein vor. Andererseits sind die Partys zu unchristlichen Zeiten und die Baseline von dem ein oder anderem Lied hat uns schon durch die Nacht begleitet. Aber auch da sehe ich als Teil von meinem Auslandssemester in Schweden. Geht es den Studenten in Kassel, die auf dem Campus wohnen doch sicherlich ähnlich. 

Die Gegend

Ich glaube ich muss kaum einem erzählen, dass egal wo in Schweden, die Gegend und Umgebung wunderschön ist. Natur pur. Gleich nachdem mein Papa abgereist ist habe ich mit Malu eine erste Wanderung gemacht. Schweden hat über 100.000 Seen und in und um Växjö sind gefühlt die Hälfte davon. 100 Meter aus meiner Wohnung raus steht man schon im ersten Naturreservat: Teleborg. Dort drehe ich mit Malu nun immer unsere Morgenrunde. Bei unserer ersten Wanderung hat es mich in das Naturreservat Osaby gezogen. Ich konnte noch nirgendwo in Deutschland so durchatmen wie hier in Schweden. Die Natur tut gut, das ganze Grün lässt alles so lebendig wirken und so gut wie hier schlafe ich sonst nur an der Ostsee. Ein wirklich wunderbarer Ort für ein Auslandssemester in Schweden.

Mehr von uns

Unsere Reise könnt ihr übrigens tagesaktuell, mit jeder Menge Eindrücken auf unserem Instagram Account: TotalBeshepherd verfolgen. Dort gibt es auch Highlights von meiner Schwedenvorbereitung über den Umzug und das Leben in Schweden. Auf dem Blog selbst findet ihr unter dem Thema Studieren mit Hund alle Beiträge zu unserem Auslandssemester in Schweden auf einen Blick.

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