Im Dachzelt mit Hund in die Schweiz – unser Camping Abenteuer

Camping mit Hund

Da hab ich mir einen kleinen Traum erfüllt und ein Dachzelt gekauft. Nach unserem Urlaub im Urban Camper war klar, jetzt oder nie. Das Camping im Urban Camper hat uns so viel Spaß gemacht, da war das ganz normale Car Camping fast ein wenig ernüchternd. Da ein eigener Camper (noch) zu teuer ist, wurde es also ein Dachzelt, das nun auf meinem Škoda Octavia thront und mit uns schon einiges erleben durfte, dazu mehr in diesem Blogpost.

Testnächte vor der Reise

Unsere erste Reise mit Dachzelt sollte in die Schweiz gehen. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, habe ich mich für zwei Testnächte im Dachzelt entschieden. Nicht direkt hintereinander, sondern mit je einer Woche Abstand. Beide Male ist mir auch aufgefallen, was noch fehlt und wo ich anders packen muss. Die Testnächte habe ich in naher Umgebung gemacht. Beide Male war natürlich auch mein Aussie Mädchen Malu dabei, denn sie ist meine treuste Reisebegleiterin und ich wollte zum einen schauen wie ihr das Dachzelten so gefällt, aber auch schauen, was sie für die Reisen braucht.

Dachzelt mit Hund – Das geht?

Und wie das geht! Malu schläft jede Nacht mit mir oben im Dachzelt. Die Sprossen steigt sie nicht selbst hinauf, ich trage sie. Das ist mit ihren 19 kg auch noch gut möglich. Kleine Sidenote: Deshalb habe ich bei der Wahl des Hundes damals darauf geachtete, dass es eine Gewichtsklasse ist, die ich tragen kann. Damals mit dem Hintergedanken „Wenn mal was ist, dann muss ich den Hund noch tragen können.“ Heute bin ich stolz auf mein vorausschauendes, früheres Ich. Sonst müsste Malu leider unten allein im Auto schlafen. Auch keine Tragik, aber oben kuscheln ist schon auch schön.

Die Reise mit Dachzelt und Hund in die Schweiz

Da Malu und ich das Dachzelt getestet und alles für gut befunden haben, konnte die Reise in die Schweiz starten. Um es nicht ganz zu übertreiben, ging es nur für fünf Tage los. Gepackt habe ich zwei Kisten, eine Küchen-Kiste und eine mit Kleidung. Außerdem noch Malu’s Jute Tasche mit all ihren Sachen. Von meinem Papa habe ich mir eine elektrische Kühltruhe geliehen, die über den 12Volt Stecker im Auto lief und so meine Lebensmittel gekühlt. Ein 19 Liter Wasser Kanister kam auch noch mit, der hat auch exakt fürs (Kaffee) Kochen, Hände & Gesicht waschen, Zähne putzen und Geschirr spülen gereicht.

Die Fahrt in die Schweiz war unkompliziert und ging recht fix. Da es super warm war, haben wir auf dem Weg bei Freiburg gehalten und Malu durften baden, während ich mir einen Kaffee gemacht habe. Dann ging’s auch schon über die Grenze, alles ganz problemlos und dann weiter in Richtung Solothurn, denn dort wollten wir für die nächsten Tage bleiben.

Schlafplätze in der Schweiz

Unsere Plätze für die Nacht habe ich über die Park4Night App gesucht und gefunden. So habe ich eine Nacht auf einem wunderschönen Wanderparkplatz nahe dem Wasser verbracht. Eine andere auf einem Wanderparkplatz auf dem Berg, eine Nacht auf einem Reiterhof (da habe ich so nach gefragt, der stand nicht in der App) und die letzte Nacht bei einem herzigem Landwirt im Obstgarten. An alles Plätzen habe ich mich unglaublich wohl und sicher gefühlt.

Die Tage in der Schweiz mit Hund

Die Tage gingen wahnsinnig schnell herum. Da ich in Solothurn eine Freundin besucht habe, haben wir viel gemeinsam gemacht. Wir waren wandern, jeden Tag in der Aare oder einem See baden, sind nach Zürich gefahren, waren Ausreiten und haben die Zeit genossen. Jeden Abend sind Malu und ich dann total müde ins Dachzelt gestiegen und direkt eingeschlafen. Die Schweiz ist super vielseitig, wunderschön und hat so viel zu bieten. Wir haben jeden Tag genutzt, um so gut wie nur draußen zu sein.

Frühstück & Abendbrot im Dachzelt

Ich erzähle keinem was Neues, wenn ich sage, dass die Schweiz teuer ist. Deshalb habe ich so gut wie alles an Lebensmitteln aus Deutschland mitgebracht. Zum Frühstück gabs Müsli oder Knäckebrot und natürlich Kaffee. Abends habe ich dann immer auf meinem Campingkocher etwas Warmes gekocht. Tatsächlich beinhaltet jede einzelne Mahlzeit Nudeln. Aber Nudeln sind so vielseitig zuzubereiten und mein Papa sagte eins: „Nudeln kann man jeden Tag essen, wenn man sie anders zu bereitet.“ Sehe ich auch so. Sie sind einfach schnell gekocht, sättigen, sind lecker und die Reste kann man super in ein Glas abfüllen und am nächsten Tag als Nudelsalat zu Mittag essen. Also Nudeln, Hafermilch, Kaffee, Müsli und ein wenig Obst und Gemüse lohnt sich in Deutschland zu kaufen und mit in die Schweiz zu nehmen. Außerdem lohnt es sich ebenfalls vor der Grenze zu tanken, da auch das in der Schweiz um einiges teurer ist.

Dachzelt Routine mit Hund

Abendroutine mit Hund im Dachzelt

Bei uns ist schnell eine Routine eingekehrt. Sind wir an unserem Platz für die Nacht angekommen, habe ich Malu aus dem Auto geholt und die Gegend erkunden lassen. Aber nur in unserem bekannten 10 m Radius. Währenddessen habe ich das Dachzelt aufgebaut, das ist aber auch innerhalb von 2 Minuten getan. Meist hat Malu dann auch ihr Futter bekommen, sich danach entspannt auf ihre Decke vors Auto gelegt und gedöst. Manchmal hat sie mir aber auch signalisiert, dass sie sich gerne schon ins Dachzelt kuscheln und beobachten mag, da habe ich sie dann rauf gehoben. Danach ging es dann ans Essen zubereiten, also für mich. Das ist beim Camping einfach eine Geduldsprobe und für mich immer die Chance den Tag Revue passieren zu lassen. Mit meinem Abendessen habe ich mich dann ins Dachzelt gesetzt, dort gegessen und den Ausblick genossen. Überwiegend habe ich die Zeit genutzt, um Malu zu kuscheln und das Highlight des Tages für mich selbst zu benennen. Bevor es schlafen geht, geht’s noch einmal raus aus dem Dachzelt, eine Runde mit Malu. Danach wurde aus der Kofferraum Küche dann ein Badezimmer und ich habe mich fertig gemacht. Müde, glücklich und dankbar gehts dann wieder ins Dachzelt. Jetzt ziehe ich Malu ihr Halsband aus, das Signal, dass wir nun wirklich hier oben bleiben. Noch fix einen Podcast an und dann sind wir auch schon eingeschlafen.

Morgenroutine mit Hund im Dachzelt

Aufgewacht von meiner inneren Uhr steige ich morgens immer ziemlich ausgeschlafen aus dem Dachzelt und lege Malu direkt ihr Halsband an. Am Halsband ist eine Marke mit meiner Handynummer, deshalb ist mir das so wichtig. Dann darf Malu stromern (10 m Radius) und ich gehe ein paar Schritte mit ihr. Dann wird aus dem Kofferraum erst eine Küche für den ersten Kaffee, dann ein Bad um mich für den Tag fertig zu machen. Zurück am Auto bürste ich Malu, das ist schon immer teil der Morgenroutine auf Reisen. Malu bekommt ihr Futter nur einmal am Tag, deshalb darf sie hier ein wenig Gemüse oder ein Leckerli abgreifen, ich frühstücke fix, ehrlich gesagt nicht viel und steige mit Kaffee Nr. 2 und Malu wieder ins Dachzelt. Hier lese ich, schreibe einen Blogpost, bearbeite Bilder, lausche einem Podcast oder beantworte Mails & Instagram Nachrichten. Erst am Vormittag packe ich das Dachzelt zusammen und ziehe weiter.

Dachzelt bedeutet für mich Freiheit und Gemütlichkeit. Kein Stress, Zeitdruck oder Frust.

Fazit mit Dachzelt und Hund in die Schweiz

Ich möchte nicht mehr ohne Dachzelt sein. Für uns ist es eine wundervolle Reiseart, die wirklich toll zu uns passt. Wichtig ist, wie so oft, eine gute Planung, ein paar Nächste zur Probe und auf die Bedürfnisse des Hundes, aber auch die eigenen zu horchen. Alles kann, nichts muss. Wer mit Dachzelt und Hund loszieht, wird tolle Abenteuer erleben, Erinnerungen schaffen und unvergessliche Moment erleben. Die viele frische Luft tut gut, macht aber auch müde. Die Abenteuer schaffen eine Bindung und ein tiefes Vertrauen. Ich muss mich auf Malu verlassen können und sie sich auf mich, nur so wird es schön und entspannt für alle.

22 thoughts on “Im Dachzelt mit Hund in die Schweiz – unser Camping Abenteuer

  1. Sowas ist einfach so viel schöner als ein Hotelurlaub! Ich liebs 🙂
    Wir waren vor paar Jahren in Schweden Zelten , sind von See zu See gefahren.
    Auf unserer to-do Liste steht das mit Knödel auf jeden Fall auch noch an!
    Und vielleicht schaffe ich es meinen Freund auch für ein Dachzelt zu überreden 🙂
    Danke für deine Erfahrungen , liebe Grüße Julia und Knödel von knoedels.welt 🙂

  2. Ach das klingt toll! Ich habe eure Reise auf Instagram verfolgt und war hin und weg. Wir haben gerade unser erstes Autoabenteuer hinter uns mit 2 Hunden und 2 Menschen im Auto schlafen das war eng aber auch total toll! Wird auf jeden Fall auch häufiger passieren.

  3. Oh liebe Carly ich liebe deine Blogposts. Ich lese sie zu gerne und deinen Schreibstil vor allem!
    Ich kann deine Liebe zum Campen total verstehen 🙌🏽
    Wir können es kaum abwarten, denn nächsten Montag können wir endlich unseren neuen Camper abholen und dann auch endlich wieder losdüsen.
    Die Schweiz reizt mich auch total und vielleicht werden wir da nächstes Jahr mal hin!
    Was auf jeden Fall wieder auf unser Liste steht, ist Schweden 😍😍 definitiv!

  4. Hallo, ihr Zwei! Ich plane auch gerade meine nächste Reise mit dem Hund und bin auf diesen Artikel gestoßen. Wie genau trägst du Malu in das Dachzelt? Auf der Schulter? Vor der Brust? Ich frage so genau, weil das Hochklettern mit ih eine Sache ist, aber das Herunterkommen ja eine andere. Oder hast du sie erst hoch- bzw. runtergehoben und dann hinterher?
    Fragen über Fragen! Ich freue mich auf deine Antwort. Grüße von Anja und dem Käpt´n

    1. Eine super Frage. Rauf hebe ich sie mit beiden Armen und hebe sie quasi direkt ins Zelt, steige nur auf die unterste sprosse. Runter legt sie die Pfoten auf meine Schulter und ich trage sie ein wenig wie ein Baby, eine Hand unterm po, auf meiner Hüfte und halte mich mit einer Hand an der Leiter fest.

  5. Hej hej

    Wir haben im Juni unser erstes dachzeltabenteuer in Schweden gemacht. Die Tage bzw Wochen waren so toll und ich habe die Anschaffung nicht bereut. Aska und ich waren nach kurzer Zeit ein eingespieltes Team und sie liebt es wie malou oben drinnen zu liegen und die Welt zu beobachten

    Freuen uns weiterhin von euren Abenteuern zu sehen, hören, lesen.

    Liebe Grüße aus dem Harz und im Herzen immer Schweden

    Von caro und aska

  6. Liebe Beide 😍
    So toll, dass ihr bei uns in der Schweiz campen ward!
    Wir haben seit kurzem ein Dachzelt idem unser 5 Monate alter Welpe bereits einen Testlauf hatte. Dein Blogeintrag macht mega Hoffnung zur Freude, dass das genau unsere Art von Reisen wird und wir freuen uns meeeega!!
    Liebe Grüsse aus der 🇨🇭
    Jorn.skadi.und.barden

  7. Hi ihr Beiden, eureBlogs sind immer so schön zu lesen und mschen richtig Lust auf Fernweh. Wir sind im September in Italien für zwei Wochen unterwegs. Das ist der erste große Urlaub mit unserer Bianca miniaussie.lady.bianca
    Und ich freue nich so wahnsinnig darauf, mit ihr das Reisen und die Abenteuer zu erleben 🥰 Ich finde es so wichtig und soooo schön, vieles gemeinsam mit dem Hund zu erleben. Bei euch beiden sieht man richtig wie ihr die Zeit zusammen genießt und das Vertrauen wächst!!! Das ist so toll 🙃 liebe Grüße, Bianca 🐶 & Marisa 👗

  8. Schön zu lesen. Ich hab auch lange überlegt mir ein Dachzelt zu kaufen, aber im Endeffekt wäre ich wahrscheinlich sowieso nur auf einem Campingplatz gelandet und nicht in der freien Natur, da reicht uns auch das normale Zelt. Am Dienstag gehts los in den Campingurlaub. 🥰

  9. Wir sind auch gerade am überlegen ob wir unser Auto nicht aufrüsten mit Dachreling und Dachzelt anstelle eines Vankauf. Finde es super spannend und schön zu sehen was du jetzt mit Malu und eurem Dachzelt erlebt 😍 auf ganz viele weitere tolle Abenteuer 💫

  10. Das klingt so toll 😍
    Wir wollen auch schon lange einen Camper aber Geld-Technisch ist das für uns nicht machbar. Vielleicht schauen wir auch Mal nach einem Dachzelt.
    Denkst du zu zweit geht das auch?
    Und wirklich ein ganz toller Post! Ich habe dich erst vor kurzem auf Instagram gefunden und das ist mein erster Blogbeitrag den ich von dir lese, aber definitiv nicht der letzte! Werde auch gleich noch etwas stöbern😊
    Liebe Grüße
    Rebecca (_missjaspis_) und natürlich auch pfotige Grüße von Bessy🐕🥰

    1. Und wie das zu zweit geht. Das Dachzelt ist für zwei Menschen gedacht ich denke der Hund als dritter sollte auch kein Problem sein. Haben doch auch schon zu dritt drin geschlafen. Also Timo, Malu & ich.
      Danke für das liebe Feedback 🥰

  11. Danke für diesen Beitrag – ich habe schon sehnsüchtig darauf gewartet 🙂 Die Stories und Beiträge auf Instagram hatte ich nämlich auch schon total gespannt verfolgt und mich ein wenig weggeträumt. Da bekommt man so richtig, richtig Lust auf Abenteuer. Das dann noch gemeinsam mit seinem Hund zu erleben – einfach toll.

  12. So ein toller Blogpost, ich liebe es wirklich jeden Tag deine Post anzuschauen bzw. anzuhören tut uns beiden richtig gut 🙂 mach bitte so weiter.. liebe Grüße knausbert_leolausemaus

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