Die Grundlagen der (Hunde-) Fotografie

Fotografie Grundlagen

Schon mit 14 Jahren fing ich an mich für die Fotografie zu interessieren, früher habe ich unsere Urlaube fotografiert und später dann auch mein Auslandsjahr in den USA fotografisch dokumentiert. Danach verlor ich ein wenig das Interesse daran. Wieder lieben gelernt und mich mit den Grundlagen der Fotografie auseinandergesetzt habe ich mich mit dem Einzug von Malu, meinem Australian Shepherd Mädchen. Ich fand so viel Freude daran, dass ich einen Instagram Account nur für Malu’s Bilder erstellte habe, welcher unter @totalbeshepherd zu finden ist. Im vergangenen Sommer habe ich mich dann unter Carly Eck Fotografie als Tier- und Familienfotografin selbstständig gemacht.

Aber nun zu den Grundlagen der Fotografie für diejenigen, die sich in der (Hunde-) Fotografie ausprobieren wollen, um für sich oder auch andere wundervolle Momente festzuhalten. Dazu gehört ein gutes Kameraequipment, welches die Möglichkeit bietet, individuelle Kameraeinstellungen zu tätigen. In diesem Blogpost habe ich bereits über mein Kameraequipment geschrieben. Natürlich bieten auch die neuen Smartphones tolle Möglichkeiten, um Bilder zu machen, dieser Blogpost bezieht sich allerdings auf Vollformatkameras (Systemkameras & DSLR Kameras).

Die Grundlagen der Fotografie

Es gibt drei grundlegende Einstellungen der Kamera: 1. Die Blende, 2. die Verschlusszeit und 3. den ISO-Wert. Vorab, all diese Einstellungen kannst Du nur im manuellen Modus (M) ganz individuell einstellen. Die anderen Modi, A/Av, S/T/Tv oder P lassen zu nur einzelne Einstellungen zu verändern, was für Beginner super zur Übung ist und um ein Verständnis für die einzelnen Einstellungen und deren Funktion zu bekommen.

Die Blende

Der Blenden Wert wird z. B. als f1.4 oder f2.8 geschrieben. Mit der Wahl der Blende bestimmst du, wie viel Licht auf den Sensor der Kamera fällt. Die Blende ist auch das Mittel der Wahl, um eine Schärfentiefe (Unschärfe) im Bild zu kreieren. Die einstellbaren Werte der Blende hängen vom Objektiv ab.

Je geringer der Blenden Wert (z. B. f1.4 oder f1.8), desto mehr Unschärfe hat das Bild im Hintergrund. Aber: Je geringer der Blenden Wert ist, desto heller wird auch das Bild. Es ist je nach Lichtverhältnis also nicht immer möglich so offenblendig (f1.4; f1.8) zu fotografieren, da das Bild sonst überbelichtet.
Im Umkehrschluss gilt, je höher der Blenden Wert (f18 oder f22), desto weniger Unschärfe hat das Bild im Hintergrund. Aber: Je höher der Blenden Wert ist, desto dunkler wird auch das Bild.

Der Modus A/Av (Zeitautomatik) lässt Dich nur die Blende individuell einstellen, eine tolle Übung für den Anfang um ein Verständnis für die Funktion der Blende zu bekommen. Die anderen Einstellungen (Verschlusszeit & ISO-Wert) werden automatisch von der Kamera eingestellt.

Die Verschlusszeit

Die Verschlusszeit sieht z. B. so aus 1/50, 1/250 oder 1/1200. Sie gibt an, wie lange Licht auf den Sensor fällt. Also, wie lange das Bild belichtet wird. Je höher die Verschlusszeit z. B. 1/1200, desto mehr wird der Moment eingefroren, desto weniger Licht fällt auf den Sensor und desto dunkler wird das Bild. Bei einer geringen Verschlusszeit wie 1/50, steigt das Risiko eines verwackelten Bildes, aber es fällt mehr Licht auf den Sensor und, desto heller wird das Bild. Gerade bei Bewegungsaufnahmen ist die Verschlusszeit von großer Relevanz.

Der Modus S/T/Tv (Blendenautomatik) lässt Dich nur die Verschlusszeit individuell einstellen, eine tolle Übung für den Anfang um ein Verständnis für die Funktion der Verschlusszeit zu bekommen. Die anderen Einstellungen (Blenden & ISO-Wert) werden automatisch von der Kamera eingestellt.

Der ISO-Wert

Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfindlichkeit des Sensors der Kamera. Die geringen ISO-Werte, wie 100 oder 200, stellen eine geringe Lichtempfindlichkeit dar und sind dann geeignet, wenn die Lichtverhältnisse gut sind. Höhere ISO-Werte, wie 800 oder 1000, stellen eine hohe Lichtempfindlichkeit dar und eignet sich für schlechte Lichtverhältnisse und Bilder in der Dunkelheit. Der Nachteil ist allerdings, dass mit einem höheren ISO-Wert auch das Bildrauschen steigt. Deshalb versucht man den ISO-Wert möglichst gering zu halten.

Der Modus P (Programmautomatik) lässt Dich nur den ISO-Wert individuell einstellen, eine tolle Übung für den Anfang um ein Verständnis für die Funktion des ISO-Wertes t zu bekommen. Die anderen Einstellungen (Blenden & Verschlusszeit) werden automatisch von der Kamera eingestellt.

Cheat Sheet für die Grundlagen der Fotografie

Mir hat es zu Beginn geholfen einen kleinen Spickzettel im Kamerarucksack zu haben und einfach mal mit den unterschiedlichen Modi rum zu experimentieren. So bekommt man schnell ein Verständnis für die unterschiedlichen Einstellungen und ihre Funktionen.

Den Spickzettel könnt Ihr Euch ausdrucken und in den Kamerarucksack legen oder auf dem Handy parat haben. Er zeigt Euch die drei wichtigsten Einstellungen und ihre Funktionen.

Spickzettel Fotografie Grundlagen

Fazit

Im Grunde genommen sind für den Anfang die drei wichtigsten Einstellungen: die Blende, die Verschlusszeit und der ISO-Wert. Mit den unterschiedlichen Modi, kannst Du zu Beginn erst einmal testen, was welcher Wert tut, um ein Verständnis dafür zu entwickeln. Am Anfang muss man noch oft auf den Spickzettel schauen und viel probieren, aber glaub mir, wenn Du dran bleibst, dann geht das irgendwann wie von selbst.

3 thoughts on “Die Grundlagen der (Hunde-) Fotografie

  1. Danke für diesen schön zusammengefassten Blogbeitrag. Ich habe schonmal versucht mich mehr in die Thematik einzulesen, bin dann aber doch immer wieder auf den automatik Modus zurück gegangen. Ich hab mir den Spickzettel „geklaut“ und werde es einfcah nochmal neu angehen. 🙂

    1. Ich freue mich, dass du jetzt wieder die Motivation hast los zu legen. Am Anfang ist es viel Theorie und viel wo man erstmal durchblicken muss. Aber Übung macht den Meister. 🙂

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